Drohne über Haus

Häufige Fehler im Umgang mit Drohnen

Häufige Fehler mit Drohnen

Viele Anfänger machen die gleichen Fehler bei Umgang mit Drohnen und selbst fortgeschrittenen Piloten kann der eine oder andere Fehler versehentlich durchrutschen. Im folgenden Artikel listen wir daher die häufigsten Anfängerfehler auf, um euch bereits zu Beginn den besten Start zu ermöglichen.

Vermeidet ihr diese Fehler, lassen sich viele Unfälle oder andere kostspielige Zwischenfälle vermeiden und die Drohne sicher über lange Zeiträume fliegen. Auch rechtliche Konsequenzen lassen sich vermeiden, ihr entgeht damit den häufigsten Gründen für Bußgelder und bewegt eure Drohne sicherer im öffentlichen Raum.

Keine Versicherung für die Drohne

Die viele Piloten vergessen zu Beginn die eigene Drohne zu versichern. Eine private Haftpflichtversicherung deckt Drohnen in der Regel nicht ab und bei einem Unfall besteht somit kein Versicherungsschutz. Da es bei Unfällen mit Drohnen schnell zu großen Personen- und Schachschäden kommen kann, sollte die Versicherung nicht ignoriert werden.

Stürzt die Drohne ab und trifft beispielsweise einen Passanten, kann dieser ernsthaft verletzt werden. Bei einem Absturz auf ein Gebäude oder ein Fahrzeug kann dieses ebenfalls erheblich beschädigt werden. Sollte eine Drohne sogar auf eine Straße stürzen, kann dies zu einem Unfall mit erheblichem Personen- und Sachschaden führen. Ist der Pilot nicht versichert, kann dies zu einem finanziellen Desaster werden.

Die Haftpflichtversicherung ist für Drohnenpiloten daher Pflicht und kann nicht vernachlässigt werden. Der Besitzer muss die Drohne außerdem entsprechend kennzeichnen, wie wir in diesem Artikel detaillierter erklären. Durch die Kennzeichnung kann der Besitzer ausfindig und für entstandene Schäden haftbar gemacht werden. Haftpflichtversicherungen für Drohnen werden von den meisten großen Versicherungen angeboten. Hier sind einige Beispiele aufgeführt:

Fliegen in verbotenen Gebieten

Einsteiger und Anfänger informieren sich häufig nicht, in welchen Gebieten sie ihre Drohne fliegen dürfen und geraten daher schnell in kritische Situationen. Man sollte sich daher im Vorfeld ausgiebig informieren, was erlaubt ist und wo nicht geflogen werden darf.

Es ist dem Piloten beispielsweise nicht gestattet mit der Drohne über Wohngebieten zu fliegen. Möchte man diese Gebiete überfliegen, muss eine schriftliche Genehmigung der Besitzer jedes Grundstückes vorliegen, über das man fliegen möchte. Bei Kameradrohnen gelten verschärfte Regelungen, da mit diesen das Aufzeichnen von Privatgrundstücken und den Personen auf diesen Grundstücken möglich ist. Es ist nicht gestattet, die Drohne auf dem eigenen Grundstück zu starten und damit in die Höhe zu steigen, wenn damit ein eventuell vorhandener Zaun überschritten wird und die Drohne mit ihrer Kamera das Nachbargrundstück erfassen kann. Die Nachbarn können sich durch die Drohne belästigt und in ihrer Freiheit beschränkt fühlen, weshalb dies rechtliche Konsequenzen für den Piloten haben kann. Diese werden erst recht relevant, wenn die Aufnahmen im Internet verbreitet und somit öffentlich verfügbar sind. Generell sollten Aufnahmen direkt gelöscht werden, wenn andere Personen versehentlich ins Bild gelaufen und identifizierbar sind. Aufnahmen aus großer Höhe, aus der die Personen nicht erkennbar sind, wie beispielsweise am Berg bei einer Abfahrt, sind rechtlich weniger kritisch.

Gleiches gilt für Drohnen, welche mit Mikrofonen ausgestattet sind. Diese dürfen ebenfalls keine Audiosignale von fremden Grundstücken aufzeichnen, ohne dass eine schriftliche Genehmigung vorliegt.

Viele hochwertiger Drohnen bieten bereits im Einstiegsbereich einen First-Person-View-Modus (FPV) bei dem das Kamerabild der Drohne auf ein Smartphone oder eine FPV-Brille übertragen wird. Damit kann der Pilot die Drohne präziser steuern und sich einen genaueren Überblick in engen Situationen verschaffen. Außerdem kann die Kamera präzise gesteuert werden um im Flug- und Schwebemodus das gewünschte Motiv zu verfolgen oder die Drohne für die Landschaftsaufnahme ideal zu positionieren. Die Drohne darf trotzdem nicht außer Sicht gesteuert werden. Einsteiger vergessen aufgrund der FPV-Sicht diese Regelung häufig und steuern die Drohne außerhalb ihres Sichtbereichs. Damit verstoßen sie allerdings gegen die Drohnenverordnung und riskieren Bußgelder sowie den Verlust des Versicherungsschutzes im Falle eines Unfalls.

Fliegen mit halbvollen Akkus

Einsteiger und Piloten die nicht regelmäßig mit den Drohnen fliegen haben häufig nur halb geladene Akkus zur Hand, da man ungeplant plötzlich fliegen möchte. Die Akkus sind dann meist nicht geladen oder lagen längere Zeit im Regal und haben sich dadurch bereits zu Teilen entladen. Das Fliegen der Drohne mit nicht komplett geladenen Akkus kann zu Problemen führen, da die Flugzeit stark eingeschränkt ist.

Bei nicht komplett geladenem Akku kommt es häufiger zu Fehleinschätzungen des Piloten, da dieser die Drohne wie sonst auch bewegt. Dabei fliegt er die Drohne beispielsweise in größerer Entfernung oder lässt sie weit in die Höhe steigen. Da der Akku allerdings bereits zu Teilen entladen ist, gefährdet er damit sich, seine Drohne und andere.

Hochwertige Drohnen haben eine programmierbare Funktion in der festgelegt wird, wie die Drohne reagieren soll wenn die Funkverbindung abreißt oder der Akku leer wird. Diese Funktion wird dann automatisch ausgeführt und die Drohne reagiert entsprechend. Meist wird ausgewählt, dass die Drohne an Ort und Stelle landen soll oder automatisch zu ihrem Startpunkt (und damit zum Piloten) zurückkehren soll. Die Landung an Ort und Stelle birgt allerdings die Gefahr, dass die Drohne bei niedrigem Akkustand in einem Gewässer oder Wald landet und dabei erheblich beschädigt oder sogar komplett zerstört wird. Die Rückkehr zum Startpunkt stellt daher die komfortablere und sicherere Lösung dar.

Keine Checkliste vor dem Start

Die Überprüfung der Drohne vor dem Start ist unumgänglich, um einen sicheren Flug zu ermöglichen. Dabei ist sowohl die Drohne als auch die Steuerung, die Akkus und die Flugroute zu überprüfen. Für Einsteiger ist die Überprüfung meist lästig und wird daher gerne übersprungen. Professionelle Piloten kennen allerdings die Gefahren und überprüfen ihr Fluggerät regelmäßig.

Da gerade Einsteiger schnell den Überblick verlieren können, ist es hilfreich eine Checkliste zu erstellen und diese vor jedem Flugeinsatz abzuarbeiten. Damit ist sichergestellt, dass sich das Equipment in einem flugbereiten Zustand befindet und der Pilot sich auf den Flug konzentrieren kann ohne über vergessene Überprüfungen nachzudenken.

Die Checkliste sollte folgende Tätigkeiten umfassen:

  • Schrauben an der Drohne überprüfen
  • Propeller am Multicopter überprüfen
  • Drohnen-Akkus geladen
  • Drohne unbeschädigt (durch Transport zum Startplatz)
  • Flugroute ohne neue Hindernisse
  • Controller geladen

Die Checkliste kann entweder ausdruckt dem Multicopter beigelegt werden oder man nutzt Listen-Apps auf dem Handy. Dann hat man sie immer griffbereit und kann den Flug sicher starten.

Riskante Flugmanöver

Zu Beginn beherrschen die wenigsten Piloten die Drohne sicher und können sie präzise steuern. Die Lernkurve ist allerdings recht steil und neue Piloten können sich in wenigen Stunden ein solides Handling der Drohne erarbeiten. Dazu sollte man am besten auf freiem Feld ohne Hindernisse mit der Drohne trainieren und Standardmuster in unterschiedlichen Höhen abfliegen. Wir haben in einem Beitrag zusammengestellt, wie ihr möglichst schnell ein guter Drohnenpilot werden und ein Gefühl für die intuitive Steuerung der Drohne entwickeln könnt.

Viele Einsteiger überschätzen ihre Fähigkeiten und wagen sich nach einer kurzen Übungsphase direkt an komplizierte und komplexe Flugmanöver. Dabei geraten sie schnell in die Situation, dass sich die Drohne unerwartet verhält und sie die Kontrolle über diese verlieren. Ein häufig auftretendes Problem ist die Verwechslung der Steuerrichtung sobald sich die Drohne nicht mehr in Blickrichtung des Piloten bewegt, sondern auf diesen zu. Das Umdenken kann durch Übung erlernt werden und der Pilot steuert die Drohne nach ein paar Stunden Übung intuitiv ohne über seine genauen Steuerbewegungen nachdenken zu müssen.

Sobald der Pilot die Drohne sicher beherrscht, kann er sich an riskantere Manöver wagen und diese ausprobieren. Allerdings sollte man sich auch hierbei langsam steigern und seine Fähigkeiten an einfacheren Flugmanövern trainieren.

Häufig möchten Einsteiger ihre Freunde oder Passanten mit spektakulären Flugmanövern beeindrucken und trauen sich mehr zu, als sie tatsächlich fliegerisch beherrschen. Dabei entstehen kritische Situationen in denen der Pilot die Kontrolle über die Drohne verlieren und Passanten sowie andere Personen im Umfeld gefährden kann. Wir empfehlen daher vor den ersten Flugmanövern mithilfe dieses Artikels schnell und einfach die eigene Drohne zu beherrschen.

Drohnenverordnung nicht befolgen

Im Jahr 2017 wurde eine neue Drohnenverordnung erlassen an die sich sämtliche Piloten zu halten haben. Aufgrund der steigenden Anzahl von Drohnen in Deutschland war es nötig, von Seiten des Gesetzgebers Rahmenbedingungen zu schaffen um den Umgang mit Drohnen zu vereinheitlichen.

In der Verordnung werden verschiedene Regelungen zusammengefasst und Drohnen anhand ihres Gewichtes klassifiziert. Je nach Einsatzart, Flughöhe und Gewicht der Drohne sind unterschiedliche Regelungen zu befolgen. Einsteiger und Anfänger beschäftigen sich meist nicht mit der Verordnung, da sie weniger spannend ist als das Fliegen mit der Drohne. Um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden ist es allerdings wichtig die Grundelemente der Verordnung zu kennen und diese zu befolgen. Daher haben wir in den folgenden Artikel kurz die wichtigsten Regelungen der Verordnung zusammengefasst.

Die Drohnenverordnung regelt außerdem in welchen Gebieten mit der Drohne geflogen werden darf und welche Bereiche nicht überflogen werden dürfen. Besonders im Bereich Wintersport, bei dem schnell viele fremde Personen auf der Piste erfasst werden können sind besondere Vorsichtsmaßnahmen bezüglich der Persönlichkeits- und Eigentumsrechte zu beachten. Die wichtigsten Punkte daraus haben wir in diesem Artikel einfach verständlich erläutert.

Einige der Kernverordnungen der Drohnenverordnung sind im folgenden Schaubild aufgeführt.

Neue Drohnenverordnung

Billige Drohne kaufen

Einsteiger möchten ihr Budget in der Regel nicht überstrapazieren und greifen daher eher zu günstigen Modellen. Diese Überlegung ist absolut richtig, da man nicht zu Beginn tausende von Euro in eine Drohne investieren sollte, bevor man sich intensiv mit der Technologie beschäftigt hat.

Allerdings sollte man auch nicht zu wenig investieren, da an den vermeintlich günstigen Modellen gespart werden muss. Diese verfügen meist nicht über sinnvolle Sicherheitstechnologie, sind zu schwach motorisiert oder die Software ist sehr schlecht programmiert. All das wirkt sich negativ auf das Flugverhalten und den Spaß mit der Drohne aus. Zusätzlich ist die Wahrscheinlichkeit eines Absturzes höher, wodurch die Drohne schnell erheblich beschädigt werden kann oder sogar komplett zerstört wird.

Die schlechtere Ausstattung zeigt sich ebenfalls in der Steuerung billiger Drohnen. Diese sind deutlich schwerer zu steuern, da sie nicht über Assistenzsysteme verfügen und die Sensorik von geringerer Qualität ist. Als Pilot ist man von der schlechten Technik schnell genervt und verliert das Interesse an den Drohnen.

Neben der Steuerung zeigen sich die Qualitätsunterschiede besonders bei der verbauten Kamera. Günstige Modelle verfügen über Kameras mit geringer Auflösung und schlechten Objektiven. Zusätzlich sind diese meist nicht mit einem Gimbal ausgestattet um Vibrationen auszugleichen und das Bild zu stabilisieren. Hochwertige Einsteigerdrohnen wie die DJI Mavic 2 Pro / Zoom oder DJI Mavic Air verfügen hingegen über einen 3-Achsen Gimbal und stabilisieren das Bild für klare Aufnahmen und Videos.

Als Einsteiger sollte man sich Gedanken darüber machen, ob man mit der Drohne später auch Geld verdienen möchte. Entsprechend sollte man das Modell auswählen. Greift man zu einer billigen Drohne, spart man bei der Anschaffung, kann diese später aber nicht verwenden um Geld damit zu verdienen. Die Qualität der Aufnahmen wäre zu schlecht und die Kunden nicht zufrieden. Daher muss man sich im Anschluss ohnehin ein qualitativ besseres Modell zulegen. Die Technik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte erzielt, wodurch die Preise für Drohnen aufgrund standardisierter Technik massiv gesunken sind. Lag der Preis einer guten Kameradrohne vor wenigen Jahren noch bei 6.000 € – 20.000 €, so kostet eine der besten Einstiegsdrohnen mit vielen Assistenzsystemen und einer herausragenden Kamera, die DJI Mavic 2 Pro / Zoom heute gerade einmal noch knapp über 1.500 €.

Im Segment der Drohnen gibt es eine riesige Auswahl, die schnell unübersichtlich wird. Es ist schwierig, dabei die guten von den weniger guten Modellen zu unterscheiden. Wir haben Einsteigermodelle analysiert und in verschiedenen Preiskategorien Empfehlungen abgegeben. Hier geht`s zum Artikel. Damit kann man entsprechend des persönlichen Budgets eine Drohne auswählen und unsere detaillierten Bewertungen zu einzelnen Modellen lesen.

Zu geringer Abstand zu Personen

Drohnen eigenen sich besonders gut um spannende Aufnahmen aus außergewöhnlichen Blickwinkeln aufzunehmen. Gebäude, Landschaften und auch Personengruppen können spektakulär in Szene gesetzt werden und erhalten durch den Winkel der Aufnahme mehr Aufmerksamkeit.

Allerdings darf die Sicherheit nicht vernachlässigt werden. Es kommt häufig vor, das unerfahrene Piloten Abstände falsch einschätzen und zu nahe an ihre Motive heranfliegen. Bei Objekten kann dies zur Beschädigung des Objektes sowie der Drohne führen. Bei Personen können diese durch die scharfen Rotorblätter gefährdet und ernsthaft verletzt werden. Ein ausreichender Sicherheitsabstand ist daher zwingend notwendig.

Neben den Verletzungen durch die Rotorblätter stellt auch die Drohne selbst eine Gefahr dar. Wenn sie abstürzt und eine Person trifft, kann sie schwere Verletzungen hervorrufen. Ein Absturz auf den Kopf beispielsweise kann lebensgefährliche Verletzungen verursachen. Je höher das Gewicht einer Drohne und je höher sie fliegt, desto größer ist die Energie, mit der die Drohne aufschlägt. Zerschellt sie am Boden können sich Splitter lösen und umherfliegen, wodurch weitere Personen gefährdet sind. Deshalb sollten Drohnen nie über den Köpfen von Personen gesteuert werden, sondern immer seitlich versetzt fliegen. Bei einem senkrechten Absturz wird dadurch das Risiko von Verletzungen verringert.

Neben der Gefahr eines direkten Zusammentreffens zwischen Drohne und einer anderen Person, kann es durch die Drohne auch zu indirekten Unfällen kommen. Fliegt die Drohne an eine Person heran, kann sich diese erschrecken und unkontrolliert hektisch bewegen. Stolpert die Person beispielsweise und fällt, sind weitere Verletzungen nicht auszuschließen. Die Drohne ist damit zwar nur indirekt für den Unfall verantwortlich, trotzdem trägt der Pilot einen Anteil am Unfall und hätte durch einfache Maßnahmen das Risiko drastisch senken können. Ein entsprechend großer Sicherheitsabstand kann Unfälle wie diese verhindern.