Spektakuläre & Innovative Konzepte für Drohnen

Innovative Konzepte mit Drohnen

Die Vielseitigkeit von Drohnen kennt kaum Grenzen und so werden sie in immer mehr Bereichen eingesetzt. Es dauerte nicht lange, bis auch völlig verrückt anmutende Ideen und Konzepte entworfen wurden und sich stellenweise sogar bereits in der Umsetzung befinden.

Einige dieser verrückten Ideen könnten sich allerdings als zukunftsweisende technologische Entwicklungen entpuppen und die Welt wie wir sie bisher kennen eklatant verändern. Welche Konzepte sich dabei final durchsetzen ist allerdings nicht bekannt und die Risiken der Projekte, von denen sich viele in einem sehr frühen Stadium befinden sind enorm.

Helfer am Supermarktregal

Walmart hat angekündigt über den Einsatz von Drohnen in seinen Märkten nachzudenken und entsprechende Pilotprojekte zu testen. Die Supermarktkette betreibt in den USA und Kanada gigantische Märkte welche nahezu alle Warengruppen beinhalten. Für viele Kunden bieten diese Gigastores den Vorteil alles unter einem Dach einkaufen zu können und nicht den Markt wechseln zu müssen wenn sie mehrere Produkte aus unterschiedlichen Kategorien benötigen. Der gesamte Haushaltseinkauf lässt sich damit zentral an einem Ort erledigen.

Die enorme Auswahl an Produkten und die damit verbundenen gigantischen Flächen der Märkte haben allerdings auch einen gewaltigen Nachteil. Die Kunden können sich in den Märkten schnell verlaufen und in den unzähligen Gängen die Übersicht verlieren. Das Leitsystem der Märkte mit Schildern und Produktbereichen hilft hier nur teilweise, da es sich trotz der Eingrenzung um riesige Verkaufsflächen handelt.

Walmart möchte daher seinen Kunden die Möglichkeit bieten sich individuelle Hilfe beim Auffinden eines Produktes zu holen. Da es mit enormem Aufwand und Kosten verbunden wäre Personen nur dafür einzustellen Kunden durch die Verkaufsflächen zu führen, soll diese Aufgabe künftig von Drohnen übernommen werden.

Der Kunde kann dazu eine Drohne über ein entsprechendes mobiles Endgerät zu sich rufen. Ob dies mit dem eigenen Smartphone und einer Walmart-App oder über Geräte welche im Markt ausgelegt werden realisiert werden soll ist noch nicht abschließend geklärt. Die Drohne fliegt dann zum Kunden und dieser kann ihr das Produkt nennen welches er sucht. Die Drohne fliegt anschließend los und zeigt dem Kunden an welcher Stelle im Markt sich das gesuchte Produkt befindet.

Der ganze Prozess läuft automatisiert ab und es ist keine aktive Steuerung der Drohne oder das Eingreifen des Personals erforderlich. Sobald der Akku der Drohne schwach wird, fliegt diese zu ihrer Ladestation zurück und lädt sich selbstständig auf.

Lufttaxi Vahana von Airbus

Drohnen werden immer leistungsfähiger und können größere Lasten transportieren. Dies ermöglicht den Transport immer schwerer Geräte und erweitert damit den Einsatzbereich von Drohnen kontinuierlich. Airbus hat diese Idee weitergetragen und testet aktuell ein System mit dem sich Menschen mithilfe von Drohnen durch die Stadt transportieren lassen.

Das System von Airbus nennt sich Vahana und ist deutlich mehr als die einfache Weiterentwicklung einer herkömmlichen Drohne mit gesteigerter Leistung. Die Drohne wurde mit vielen technischen Innovationen ausgestattet und bietet ein im Drohnenbereich neuartiges Konzept zum Wechsel der Rotorausrichtung bei Start und Reiseflug.

Airbus Vahana Lufttaxi

Die Drohne Vahana von Airbus ist 5,7 Meter lang und und 6,2 Meter breit. Damit bietet sieht ausreichend Platz für die Unterbringung einer Passagierkabine, benötigt allerdings auch einen ausreichend großen Start- und Landeplatz. Mit einem Startgewicht von 745 Kilogramm ist die Drohne kein Leichtgewicht und benötigt eine entsprechend hohe Motorleistung um die Drohne in die Luft zu bringen.

Angetrieben wird die Drohne von 8 Elektromotoren, welche jeweils in einer Zweierreihe an den vorderen und hinteren Flügeln der Drohne auf jeder Seite angebracht sind. Den ersten Testflug hat die Konstruktion des Prototypen Anfang Februar 2018 erfolgreich absolviert. Dabei hat sich der Prototyp 35 Sekunden in der Luft gehalten und ist im Anschluss wieder sicher gelandet.

Airbus Vahana Erstflug

Die Flügel der Drohne können dabei gekippt werden, sodass die Drohne senkrecht starten und im Reiseflug die Rotoren in eine waagerechte Position gedreht werden können. Dies ermöglicht sowohl Starts als auch Landungen in engem Terrain oder sogar auf Dächern in Innenstädten.

Airbus hat mit dem Projekt Vahana geplant, die Drohne als Lufttaxi einzusetzen. Die Drohne wird in der Stadt an verschiedenen Punkten auf den Dächern geparkt und vom Passagier per App zu seinem Standort gerufen. Anschließend landet die Drohne, nimmt den Passagier auf und bringt ihn zu seinem Zielort.

Airbus Vahana in der Stadt

Laut Airbus soll das System bis 2020 serienreif sein und an ersten Standorten ausgerollt werden.

Neben Airbus arbeiten weitere Unternehmen an ähnlichen Systemen um ebenfalls Lufttaxis für den Passagiertransport zur Verfügung zu stellen. Uber beispielsweise plant erste Einsätze von Uber Air ebenfalls in 2020. Das deutsche Unternehmen Volocopter testet ebenfalls erste Modelle zum Transport von Menschen per Drohne in Dubai. Die Stadt hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Vorreiterrolle beim automatisierten Personentransport einzunehmen und in den kommenden Jahren Personen durch Drohnen in der Luft und durch autonome Fahrzeuge am Boden zu befördern.

Bienen Drohnen

Weltweit sterben die Insekten aus. Die Gründe für das Insektensterben werden heftig diskutiert und die Verdächtigen sind: Pflanzenschutzmittel und Insektizide in der Landwirtschaft, das Verschwinden von Lebensräumen durch Monokulturen, der Klimawandel, Luft- und Umweltverschmutzung und viele mehr. Welche Gründe genau verantwortlich sind ist umstritten, weshalb eine Lösung zur Abstellung der Einflussfaktoren schwer fällt. Aus diesem Grund wird an Alternativen Lösungen geforscht, wie die Natur trotz des Verlustes von Insekten weiter bestehen kann.

Besonders wichtig sind im Kreislauf des Lebens Bienen, da sie Pflanzen bestäuben und damit die Grundvoraussetzung für die Bildung von Früchten schaffen. Ohne diese Früchte verhungern Menschen und Tiere und das Leben wird zurückgedrängt. In Asien sind aufgrund der Verschmutzung bereits in einigen Regionen aufgrund der Umweltverschmutzung Bienen bereits komplett ausgestorben und Menschen übernehmen das Bestäuben mit Wattestäbchen und Leitern.

Walmart plant diesen Prozess von Bienen übernehmen zu lassen und hat dazu ein Patent angemeldet. In diesem Patent beschreibt das Unternehmen eine Kleinstdrohne, welche mit verschiedenen technischen Innovationen ausgestattet ist um die Arbeit der Bienen zu übernehmen.

Drohne Biene Insekten

Die Drohne ist dazu mit einer Kamera ausgestattet, welche die Blüten erkennt und den Stempel der Blüte findet. Anschließend nutzt die Drohne ein eingebautes System, ähnlich einem Wattestäbchen, und fliegt von Blütenstempel zu Blütenstempel um die Pollen der einzelnen Blüten auszutauschen.

In der Patentschrift gibt Walmart bis zu acht Rotoren für die Motorisierung der Bienen-Drohne an. Damit kann sich die Drohne auch auf geringstem Raum sehr präzise bewegen und die Blüten exakt ansteuern.

Das System wird, ähnlich einem Bienenschwarm, eine Vielzahl von Drohnen einsetzen um ein Feld oder eine Plantage zu befruchten. Dabei ist es wichtig die hunderten oder sogar tausenden von Drohnen zu koordinieren und intelligent zu steuern. Die Steuerung dieser Drohnen wird von einem zentralen Computer mit einer künstlichen Intelligenz übernommen. Ein Mensch wäre mit der Steuerung überfordert, könnte die Vielzahl von Drohnen nicht erfassen und nicht schnell genug reagieren.

Die Drohnen können bei niedrigem Akkustand automatisch zur Ladestation zurückkehren und ihre Akkus aufladen. Das Gesamtsystem funktioniert autonom und ist nicht auf menschliche Eingriffe angewiesen. Dies erlaubt einen reibungsloseren Betrieb und ermöglicht auch eine Befruchtung der Blüten bei Nacht, sofern sich die Blüten nicht, wie bei einigen Pflanzenarten üblich, nachts schließen.

Stadtweites Drohnen-Liefersystem

PriestmanGoode hat eine Vision zu einem urbanen Lieferdienst für Pakete mithilfe von Drohnen vorgestellt. Bei dem Dragonfly genannten Projekt handelt es sich um Drohnen, welche kleine Pakete aufnehmen können und diese anschließend ausliefern. Diese kleinen Drohnen werden zu hunderten oder sogar tausenden in Städten eingesetzt um damit einen Hauptteil der Briefzustellungen sowie der Überbringung von kleinen Paketen zu übernehmen. Im Video wird das Konzept deutlich.

Die Drohnen starten und landen dabei auf einer speziellen Vorrichtung an der Seiten von Gebäuden oder auf deren Dach. Dort liefern sie die Pakete ab und starten anschließend ihren Rückflug zu Träger. Dieser Träger kann beispielsweise ein autonomes Transportschiff sein, wie im Video zu sehen, auf dem die Drohnen landen um ein neues Paket aufzunehmen, den Akku zu laden oder bei Beschädigung auf eine Reparatur zu warten.

Das System bietet dabei eine ganze Reihe von Vorteilen gegenüber dem aktuellen System. Bisher werden kleine Pakete und Briefe mit einem Transporter in die Stadt gefahren und durch einen Zusteller ausgeliefert. Dabei benötigt das Fahrzeug Platz im Verkehr und muss ständig anhalten. Dies führt einerseits zu einer Belastung des Straßennetzes, da die Transporter der Logistikdienstleister viel Platz benötigen und die Straßen verstopfen. Andererseits verursacht das ständige Anfahren und Anhalten einen erhöhten Schadstoffausstoß welcher sich wiederum negativ auf die Luftqualität und das Wohlbefinden der Stadtbevölkerung auswirkt.

Darüber hinaus ist die Auslieferung per Drohne schneller, da der Empfänger nicht warten muss, bis der Zusteller seine Route abgefahren ist, sondern direkt von der Drohne beliefert werden kann. Die Effizienz des Systems ist damit deutlich erhöht und der Kunde zufriedener. Außerdem kann die Drohne Zustellungen an entsprechend freigegebene Boxen auch dann durchführen, wenn niemand zu Hause ist. Die Box wird mittels eines Codes gesperrt und kann nur vom Empfänger oder der Drohne im Moment der Belieferung geöffnet werden. Befindet sich die Anlieferstelle an der Seite des Gebäudes mit Verbindung in die Wohnung, so kann die Belieferung direkt in die Wohnung realisiert werden.

Eine der größten Hürden für das System wird voraussichtlich die Überzeugung der Bevölkerung von der Sicherheit des Systems sein. Die meisten Menschen werden die Drohnen über ihren Köpfen in der Anfangsphase als Gefahr und Bedrohung für Leib und Leben sehen. Es wird einiges an Überzeugungskraft kosten, die Menschen von den Vorteilen des Systems zu überzeugen und die nötigen Sicherheitsrichtlinien auszuarbeiten.

Lebensretter in Küstengewässern

In Küstengewässern werden an beliebten Stränden häufig Rettungsschwimmer eingesetzt um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten. Besondere Bekanntheit erlangte der Beruf des Rettungsschwimmers durch die Fernsehserie und denk Kinofilm Baywatch. Die Rettungsschwimmer beobachten die Schwimmer und greifen in Notfällen ein indem sie mit einer Schwimmhilfe zu einem verunglückten Schwimmer hinausschwimmen und diesen wieder zurück an der Strand holen.

Der Einsatz von Rettungsschwimmern ist allerdings nicht ohne Risiken, da sich der Rettungsschwimmer auch selbst in Gefahr bringt und meist einige Zeit benötigt um zu dem Verunglückten hinauszuschwimmen. Um diesen Prozess der Personenrettung effizienter zu gestalten wurde die Drohne Little Ripper entwickelt.

Sie kann zur Rettung von Leben eingesetzt werden und übernimmt zusätzlich weitere Aufgaben. Bei der Personenrettung wird die Drohne durch einen Piloten zum verunglückten Schwimmer geflogen und wirft anschließend über ihm eine Schwimmhilfe ab. Diese bläst sich automatisch auf und kann vom Unfallopfer genutzt werden um sich über Wasser zu halten. Anschließend kann der Verunglückte selbst zurück an Land paddeln oder wird durch einen Rettungsschwimmer gerettet.

Der größte Vorteil des Systems liegt in seiner enormen Geschwindigkeit. Ist eine Person in der Nähe der Küste verunglückt, benötigt ein Rettungsschwimmer ca. 6 Minuten um zu der Person zu gelangen. Je nach Zustand der Person kann es dann schon zu spät sein, da sie die Kräfte bereits vorher verlassen haben. Die Drohne benötigt für diese Strecke allerdings nur ca. 70 Sekunden und ist damit sehr viel schneller mit einer rettenden Schwimmhilfe beim Opfer.

Die Drohne kann allerdings noch mehr als „nur“ Schwimmhilfen abwerfen. Mithilfe der Drohne lassen sich automatisch Haie erkennen und im Bild markieren. Somit haben die Küstenwache und die Rettungsschwimmer die aktuelle Gefahrenlage im Blick und können notfalls die Badegäste und Surfer warnen. Dazu kann das Lautsprechersystem der Drohne genutzt und gefährdete Personen schon direkt im Wasser auf die Gefahren hingewiesen bzw. zum Verlassen des Wassers angewiesen werden.

Die australische Küstenwache hat Angaben zufolge bereits eine Flotte von Drohnen im Wert von ca. 270.000€ bestellt um die Küstengebiete, beispielsweise in New South Wales, besser schützen und Menschenleben retten zu können.

Unterwasserdrohne zur maritimen Aufklärung

Forscher der National University of Singapore haben eine Drohne zur Aufklärung im maritimen Bereich entwickelt. Bei der Aufklärung dreht es sich nicht um die militärische Aufklärung, sondern um die Erkundung des Lebens im Meer und der typischen Verhaltensweisen von Meereslebewesen.

Aus diesem Grund ist die Drohne sehr naturnah gestaltet und erinnert stark an einen Manta Rochen. Die Forscher haben versucht den Rochen im kleinen Maßstab nachzubauen und auch seine typische Bewegungsform nachzuahmen. Aus diesem Grund nannten sie die Drohne auch MantaDroid.

Durch die natürliche Erscheinungsform und seine fließenden Bewegungen gliedert sich der Rochen sehr gut in die maritime Umwelt ein. Zusätzlich ist die Drohne klein genug um von den meisten Bewohnern nicht als Gefahr wahrgenommen zu werden. Dies ermöglicht der Drohne sich ungestört zu bewegen und die Bewohner der Meere in ihrem natürlichen Verhalten zu beobachten.

Die Drohne ist nur 35 cm lang, 63 cm breit und wiegt lediglich 700 Gramm. Damit kann sie problemlos mitgenommen und an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden. Anschließend wird sie vom Piloten gesteuert und gleitet mit 0,7 Metern pro Sekunde durch das Wasser.

Ein besonderes Highlight der Drohne ist ihr langes Durchhaltevermögen. Der MantaDroid kann bis zu 10 Stunden im Wasser schwimmen und bietet damit eine einzigartige Möglichkeit maritimes Leben zu beobachten und natürliche Verhaltensweisen über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten.

Transport von Medizin

Durch die steigende Motorleistung von Drohnen lassen sich immer schwerere Güter von wirtschaftlich von Drohnen transportieren. Dies ermöglicht die kostengünstige Versorgung von entlegenen Regionen mit dringend benötigten Materialien und Hilfsgütern.

Das Projektteam um Zipline hat es sich zur Aufgabe gemacht ein System zu entwickeln, mit dem sich lebenswichtige Medikamente und andere Hilfsgüter in entlegene Regionen des afrikanischen Kontinents transportieren lassen. Das Ergebnis der Entwicklungsarbeit ist ein gewerbliches Transportsystem mit Drohnen, welches die Bevölkerung aus der Luft mit den wichtigsten gesundheitsrelevanten Gütern versorgt.

Die Drohne überfliegt das Zielgebiet und wirft an einem festgelegten Punkt die Medikamente oder Blutkonserven ab. Um eine Beschädigung zu verhindern sind die Pakete mit einem Fallschirm ausgestattet der sich nach dem Abwurf entfaltet und den Sinkflug der Güter bremst.

Entwickelt wurde das System in einer Kooperation zwischen Harvard Absolventen und der Regierung des afrikanischen Landes Ruanda. Für die Regierung war es bisher kaum möglich Medikamente und Blutkonserven schnell und günstig zu den Bewohnern abgelegener Dörfer zu transportieren und diese dadurch mit dem Nötigsten zu versorgen.

Einen Abwurf von Medizingütern können die Bewohner sowie Ärzte per Mobiltelefon bestellen und anschließend startet die Drohne nachdem sie mit den entsprechenden Hilfsgütern beladen wurde. Die Drohne kann dabei eine Nutzlast von bis zu 1,5 Kilogramm aufnehmen und diese zum Zielort transportieren.

Ziel der Regierung von Ruanda ist es, mit dem Projekt jeden der 12 Millionen Bewohner des Landes innerhalb von 15-35 Minuten mit den medizinischen Materialien zu versorgen. Dazu sind eine Flotte von Drohnen sowie mehrere Standorte zum Start von Drohnen erforderlich um einen flächendeckenden Einsatz zu gewährleisten.

Drohnen als Kunst - Leuchtender Vogelschwarm

Künstler aus unterschiedlichen Bereichen entdecken Drohnen immer mehr als Werkzeug um ihre Kunst vielfältiger zu gestalten. Manche Künstler nutzen sie um damit etwa Bilder zu erstellen oder Hausfassaden zu bemalen, andere nutzen sie um Strukturen zu weben und wieder andere verbinden sie mit künstlicher Intelligenz um atemberaubende Effekte zu erzielen.

Das Studio Drift aus Amsterdam hat so eine kreative Wolke erschaffen und dazu 300 Drohnen einen Vogelschwarm inszeniert. Besonders auffällig ist dabei, dass die Drohnen beleuchtet sind und somit am Nachthimmel ein einzigartiges Spektakel bieten. Die erste Aufführung fand 2017 am Strand von Miami statt bei der sich die Lichter der Drohnen zusätzlich in den Fluten gespiegelt haben. Weitere Auftritte der Drohnen gab es unter anderem in Amsterdam und beim Burning Man Festival 2018.

Der Schwarm wird durch künstliche Intelligenz gesteuert und durch die Koordination der Drohnen entsteht eine fließende Bewegung die hypnotisierend auf den Betrachter wirkt. Die Zuschauer sind dabei einerseits vom Schwarm selbst und zusätzlich von dessen Spiegelung auf dem Wasser fasziniert.

Die Drohnen wurden außerdem bei der Superbowl Show von Lady Gaga eingesetzt und haben ihrer Performance damit ein besonderes Highlight verliehen. Zukünftig werden wir Drohnen immer häufiger in der Kunst sehen, da sie eine Vielzahl neuer Möglichkeiten bieten kreative Projekte umzusetzen und Emotionen in einem neuen Format darzustellen.

Skydiving / Fallschirmspringen mit der Drohne

Die gesteigerte Motorleistung bei Drohnen ermöglicht ihnen den Flug mit immer größeren Lasten. Stellenweise führt das allerdings zu, auf den ersten Blick, skurrilen Ideen. Das Unternehmen Aerones entwickelt und vertreibt Drohnen für spezielle Anwendungen wie beispielsweise zum Fensterputzen an Hochhäusern oder der Enteisung und Versiegelung von Windkraftanlagen.

Die Drohnen können sehr große Lasten tragen und damit hatte das Unternehmen den Grundstein für eine verrückte Idee gelegt. Sie bauten ihre Drohne um und bestückten sie mit 28 Propellern. Damit könnte die Drohne eine sehr große Nutzlast heben und war sogar in der Lage einen Menschen in die Luft zu befördern.

Am 12. Mai 2017 ließ sich Ingus Augstkalns von der Drohne in die Luft heben. Sie stieg zusammen mit ihm auf 330 Meter auf, bevor er sich fallen ließ. Anschließend öffnete er seinen Fallschirm und ließ sich durch die Luft gleiten.

Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich dabei um den ersten Skydiving-Einsatz von einer Drohne aus.

Drohne als Feuerwehr

Aerones hat für seine Drohnen allerdings auch deutlich praktischere Einsatzzwecke vorgesehen. Durch die hohe Nutzlast der Drohne kann diese auch schweres Gerät transportieren und beispielsweise für die Brandbekämpfung eingesetzt werden. Dabei ist an der Drohne ein Strahlrohr montiert, welches zur Brandbekämpfung genutzt wird.

Das Wasser erhält die Drohne durch einen Schlauch in welchem von einem Fahrzeug am Boden Wasser gepumpt wird. Damit ist die Drohne unabhängig von einem Wassertank und muss nicht zum Auffüllen landen. Die Einsatzzeit wird damit erheblich erhöht.

Neben der Wasserleitung verfügt die Drohne ebenfalls über eine Stromleitung. Diese versorgt die Drohne mit Energie für die Rotoren ohne dass Akkus an der Drohne montiert sind. Der Verzicht auf Akkus senkt das Gewicht der Drohne, da Akkus einen erheblichen Teil am Gesamtgewicht einer Drohne ausmachen. Zusätzlich wird durch den Verzicht auf Akkus die Flugzeit der Drohne nicht mehr beschränkt. Sie muss nicht zum Aufladen Zwischenlanden und kann theoretisch unbegrenzte Zeit in der Luft verbringen.

Bei Rettungseinsätzen deren Dauer in der Regel nicht abzusehen ist, stellt dies einen enormen Vorteil dar. Für die Rettungskräfte wäre es eine Katastrophe, wenn die Drohne mitten im Einsatz abbrechen und landen müsste. Das Feuer könnte sich dann umgehend wieder ungehindert ausbreiten und den Schaden sowie die Gefahr für Retter und Opfer drastisch erhöhen.

Drohne zur Rettung von Personen

Die hohe Nutzlast der Drohnen von Aerones kann auch zur direkten Personenrettung genutzt werden. Bei dem System wird die Drohne von einem Piloten gesteuert und direkt zu der verunglückten Person geflogen. Dort angekommen kann sie ein Rettungsgeschirr herunterlassen und die Person kann sich in dieses einhängen. Anschließend startet die Drohne und bringt die Person aus der Gefahrenzone heraus. Durch die vertikale Rettung aus der Luft kann eine Person auch aus schwierigem Gelände wie einem Wald oder einer Gebirgskette gerettet werden.

Das System bietet enorme Vorteile, da Personen schnell und kostengünstig gerettet werden können. Bisher war die schnelle Rettung aus der Luft nur mit einem Helikopter möglich. Der Einsatz eines Helikopters bedeutete allerdings erhebliche Kosten und neben dem Einsatz des Piloten zusätzlich den Einsatz einer Vielzahl an Personen. Auch die Verfügbarkeit ist aufgrund der hohen Anschaffungs- und Wartungskosten von Helikoptern stark begrenzt.

Der Einsatz einer spezialisierten Drohne hingegen ist deutlich günstiger, weshalb sie an viel mehr Standorten eingesetzt werden kann. Sofern die Technik ausgereift und einsatzbereit ist, steht einem Einsatz damit nichts mehr im Wege.

Drohne als Sportgerät

Große Drohnen bieten neben der professionellen und gewerblichen Nutzung auch die Möglichkeit sie als reine Spaßgeräte zu benutzen. Dazu werden sie bei verschiedenen Sportarten als fliegende Zugmaschine verwendet und können Sportarten in neue Sphären katapultieren.

Ein Beispiel stellt das Wakeboarden dar. Normalerweise werden die Sportler von einem Motorboot durch das Wasser gezogen und halten sich auf einem Brett über den Wellen. Durch die hohe Leistungsfähigkeit der Drohnen können diese allerdings auch eingesetzt werden um Personen über das Wasser zu ziehen. Damit können Wakeboarder auch in Gewässern unterwegs sein, welche für Boote aufgrund zu geringer Tiefe nicht befahrbar sind.

Darüber hinaus können Drohnen auch als Zugmaschine in Sportarten eingesetzt werden, welche bisher keine Zugmaschinen genutzt haben. Ein Beispiel ist das Snowboarden. Normalerweise gleitet der Wintersportler bergab über den Schnee und steigert aufgrund des Gefälles seine Geschwindigkeit. Die Sportart kann nur an einem Berghang und nicht in flachem Gelände ausgeführt werden.

Durch den Einsatz von Drohnen ändert sich das allerdings. Die Drohne kann genutzt werden um Personen auf ihren Brettern über den Schnee zu ziehen. Somit ist der Einsatz von Snowboards und Skiern auch im flachen Gelände möglich. Das folgende Video zeigt den Einsatz einer Drohne im Wintersport, die sogar vier Personen gleichzeitig ziehen kann.

Badewanne als Drohne umbauen

Bei dem folgenden Projekt handelt es sich um eine verrückte Idee, die so nicht nachgemacht werden sollte. Der Pilot hat sich eine handelsübliche Badewanne genommen und daraus eine Drohne zur Personenbeförderung gebaut.

Im Video funktioniert die Drohne sehr gut, allerdings rät der Autor selbst dringend davon ab das nachzumachen. Die Idee ist sehr skurril und gleichzeitig inspirierend. Durch den Einsatz von Drohnen zum Personentransport kann auch der Individualverkehr auf dem Land revolutioniert werden. Allerdings sollte man sich dabei eher an professionellen Projekten wie dem Projekt Vahana von Airbus orientieren, als an einem Do-It-Yourself Projekt aus dem heimischen Hobbykeller. Trotz allem ist das Video absolut sehenswert und die Leistung des Bastlers äußerst beeindruckend.